Konzept: Zweisam Tanzen
So lernst du bei mir
Erfahrungsorientiertes und dialogisches Lernen
In meinem Unterricht steht nicht das korrekte Reproduzieren vorgegebener Schrittfolgen im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Erleben und Gestalten von Tanz. Wir erkunden Bewegung spielerisch und intuitiv. Dabei nutzen wir die Intelligenz deines Körpers durch Wahrnehmung, Improvisation und den Umgang mit Bewegungsqualitäten wie Gewicht, Spannung, Erdung, Musikalität und Ausdruck.
Im Zentrum steht die Verbindung zu dir selbst, zur Musik und zu deinem Gegenüber. Zweisamen Tanz unterrichte ich als verkörperten Dialog, in dem Bewegung durch gegenseitiges Wahrnehmen, Reagieren und kreatives Gestalten entsteht.
Auch meine Lehrhaltung ist dialogisch: Ich gebe Impulse, eröffne Erfahrungsräume und beziehe die Bedürfnisse, Erfahrungen und Ideen der Teilnehmenden ein. Tänzerisches Wissen entsteht im gemeinsamen Prozess – im Sinne einer kritischen Pädagogik nach Paulo Freire und des Teilgebens nach Yvonne Hardt.
Führen und Folgen – oder einfach miteinander tanzen?
Ich unterrichte unter anderem nach dem Prinzip Everybody leads, everybody follows (ELEF). Alle lernen dabei unterschiedliche Möglichkeiten kennen, Bewegungsimpulse zu geben, aufzunehmen und weiterzuentwickeln – unabhängig von Geschlecht oder Gender.
In anderen Formaten verzichten wir bewusst auf feste Führungs- und Folgerollen. Stattdessen leite ich einen körperlichen Dialog an – auf diesem Video kannst du sehen, wie das für Neulinge aussehen kann.
Genreübergreifend und kultursensibel
Mein Vermittlungskonzept Zweisam Tanzen ist nicht an ein bestimmtes Tanzgenre gebunden. Häufig beginnen wir mit einfachen Gewichtsverlagerungen oder stilisiertem Gehen und entwickeln daraus gemeinsam vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.
Diesen Ansatz nutze ich beispielsweise im afroamerikanischen Blues, im Merengue und im historischen One-Step sowie in genreübergreifenden Fusion-Dance-Kontexten. Die kulturellen und historischen Hintergründe der Tänze sowie ihre musikalischen und ästhetischen Besonderheiten sind dabei wichtige Bestandteile des Lernens.
Wechselnde Tanzpartner
Du brauchst keine Tanzpartner:in mitzubringen. Im Unterricht wechseln wir regelmäßig, um unterschiedliche Formen von Verbindung und Kommunikation kennenzulernen. Dabei tanzen Menschen auch unabhängig von Geschlecht und Gender miteinander.
Möchtest du ausschließlich mit einer bestimmten Person tanzen, bringe diese bitte mit.
Achtsame Nähe und Konsens
Berührung, körperliche Nähe und sinnliche Bewegung dürfen sich angenehm anfühlen und Freude bereiten. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten einverstanden sind und ihre persönlichen Grenzen respektiert werden.
Nähe und Distanz werden gemeinsam ausgehandelt und können jederzeit verändert werden. Meine Angebote sind Räume für Tanz, körperlichen Ausdruck und Begegnung und ausdrücklich keine romantische Partnervermittlung.
Weitere Informationen findest du in meinem Verhaltenskodex Gentlemensch.
Kleidung und Körperpflege
Kleide dich schick oder lässig – so, wie du dich wohlfühlst. Bewegungsfreundliche Kleidung und flache Sohlen unterstützen die Verbindung zu dir selbst und dem Boden.
Da wir teilweise mit körperlicher Nähe tanzen, achte bitte auf eine rücksichtsvolle Körperpflege und vermeide intensive Gerüche wie starkes Parfum.
Diversitätssensibel und ressourcenorientiert
Unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, Wahrnehmungsweisen, Erfahrungen und Bedürfnisse sind für mich selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts. Alle Übungen und Impulse sind Einladungen, keine Verpflichtungen. Du entscheidest selbst, wie du dich beteiligst, und kannst Anregungen jederzeit individualisieren oder auslassen. Das Lernziel behalten wir im Blick – die Wege dahin können vielfältig sein.
Du möchtest sitzen, liegen, etwas trinken, zur Toilette gehen, dich zurückziehen oder das Angebot verlassen? All das ist jederzeit und ohne Rechtfertigung möglich. Auch Beobachten, Innehalten und eigene Wege finden sind wertvolle Formen der Teilnahme und Mitgestaltung.
Mein Ziel ist ein möglichst sicherer, wertschätzender Lernraum, in dem individuelle Bedürfnisse, Grenzen und Fähigkeiten respektiert und technische sowie leistungsbezogene Einstiegshürden gering gehalten werden. Gerade Menschen mit Erschöpfung, emotionaler Belastung oder leichten Geheinschränkungen schätzen diesen Ansatz. Bei Dancing in the Dark ist eine Teilnahme unabhängig vom Sehsinn möglich und SlowSteps two-gether ist auf Menschen mit Erschöpfung ausgerichtet. Mehr zu den beiden Angeboten findest du hier.
Wenn du unsicher bist, ob ein Angebot zu dir passt, sprich mich gerne vorher an.


